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mefo-wobbler-eigenbau

Hier möchte ich meine Mefo-Wobbler vorstellen.

 

Werkzeug:
Laubsäge
Bohrer
Sandpapier unterschiedlicher Körnung
Schleifblock für das Sandpapier
Bleistift
Nagelfeilen (die aus Schaum und Pappe aus dem Sonderpostenmarkt)
Lötlampe
verschiedene Zangen (Seitenschneider, Flach-/Rundzange)
Schraubstock
Klemmen

 

Material:
Sperrholz in 4 und 8 mm
Holzleim
Blei
Draht
Stahlkugeln (aus Kugellagern oder auch kleine Glasperlen)
Epoxidharz (gibt es z.B. bei Conrad)
Nagellacke (aus dem Sonderpostenmarkt o.ä)
weiße Farbe zum Grundieren
Klebeaugen
Weißblech

 

Bauanleitung:

 

mefo-wobbler01

Man nehme das Sperrholz und male die Form des späteren Wobblers auf. Gern darf man einen fertigen Wobbler zu Hilfe nehmen.
1x auf dem 8mm starken Sperrholz und 2x auf 4mm Sperrholz.
Anschließend aussägen.

Die 3 Teile werden dann zusammen gelegt (8mm in der Mitte) und im Schraubstock eingespannt. Mit grobem Sandpapier auf einem Schleifblock werden die Außenkanten so geschliffen, dass alles gleichmäßig ist.

mefo-wobbler02

Als nächstes male ich die beiden Hohlräume auf das dickere (mittlere) Stück Sperrholz auf.

A steht für den hinteren Hohlraum, der später mit Blei gefüllt wird.

B ist der Hohlraum, in dem die Kugeln kommen.

mefo-wobbler03   

Dies wird dann ausgesägt.
Das ausgesägte Teil B bewahre ich auf, da ich hier noch etwas Besonderes eingebaut habe.

 

mefo-wobbler04   

Um das Teil B habe ich einen Streifen aus Weißblech (eine alte Konservendose wurde zerschnitten) gelegt und zusammengefalzt.

Da das Weißblech fast genauso dick ist, wie das Blatt der Laubsäge, passt es recht genau in die Aussparung der mittleren Holzform.

mefo-wobbler05   

Nun kommt meine Besonderheit, die etwas Geschick erfordert.
In den Blechstreifen (vorn und hinten) habe ich je 2 kleine Löcher hinein gestochen.

Dies macht man am besten, wenn der Blechstreifen noch auf dem ausgeschnittenen Teil B steckt.

Da ich noch Zugfedern in meinem Material-Sammelsurium habe, spannte ich eine solche in den Blechring.

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Nun wird vorn und hinten noch ein Loch gebohrt, in dem die Drahtösen später eingesteckt werden.

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In den hinteren Hohlraum habe ich nun Blei gegossen. Am besten nimmt man eine Waage und legt alle Teile drauf. Dies werden nur wenige Gramm sein. Jetzt legt man Stück für Stück Blei hinzu, bis man das gewünschte Gewicht erreicht hat, welches der Wobbler später auch haben soll.

Ich habe mich hier für 18g entschieden. Ob der Wobbler am Ende dann 17 oder 19g hat, ist mir ehrlich gesagt egal.

Das Blei kann man nun einschmelzen und hineingießen. Dazu lege ich das mittlere Holzstück auf eine glatte Metallunterlage oder auf ein Stück Buchenholz.

Man kann aber auch Bleistücke oder Bleischrot lose einlegen und mit Gießharz befestigen (dann jedoch das Werkstück auf eine Plastikunterlage legen) oder das Blei lose lassen, so dass es dann vielleicht noch ein wenig klappert.  
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Als Nächstes wird nun eine Seite mit dem einen Teil vom dünneren Sperrholz verklebt.

Aus Draht werden zwei Ösen gebogen und in die Bohrungen eingesteckt. Die Enden werden umgebogen.

Mit Epoxy habe ich dann die Hohlräume (Bleiraum) und die Zwischenräume zwischen den Blechsstreifen und dem Holz aufgefüllt.

Das Epoxy läuft auch in die Löcher mit den Ösen, so dass diese später auch fest genug verankert sind.

Zusammen mit den Kugeln sieht es dann so aus:

mefo-wobbler10

Nun kann auch das zweite Außenteil aufgeklebt werden.
Ich spanne das komplette Werkstück dann immer in einen Schraubstock und lasse es dort härten. Holzleim trocknet recht schnell.

ACHTUNG! Man sollte jedoch nicht zuviel Leim auftragen. Wenn dieser nach innen quillt, verklebt es die Kugeln und man kann von vorne beginnen!

Ist der Leim trocken, wird alles rund geschliffen.
Ich habe hier noch ein 'Kiemendeckel' mit eingearbeitet!

Preiswerte Nagelfeilen aus dem Sonderpostenmarkt sind hier ein klasse Hilfsmittel. Nun wird mit feinem Sandpapier oder einer feinen Nagelfeile alles schön geglättet.
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 Mit weißer Bastelfarbe wird der Wobbler grundiert. Hier verwende ich wasserlösliche Farbe. Es geht auch Binderfarbe, wo man vielleicht noch Reste hat. Auch Abtönfarbe ist geeignet. Die Farbe darf gern etwas dicker sein, da man dann auch Unebenheiten ausgleichen kann.
Nachdem die Grundierung getrocknet ist, schleife ich das Ganze wieder glatt.

Jetzt kommt der Endanstrich.
Ich verwende Nagellacke (Neonfarben). Diese kaufe ich in Sonderpostenmärkten.

Man kann jedoch auch andere Farben verwenden.
Mit einem wasserfesten Filzstift male ich noch Schuppen oder Muster auf.

Dann werden die Augen aufgeklebt und zum Schluss kommen 2 Lagen Klarlack (auch hier nehme ich gerne Nagellack) darüber.

Die Lackierung könnte schöner sein. Wer es kann und ganz sauber machen will, der kann auch eine Airbrush dafür nehmen.

Allerdings denke ich, dass es der Meerforelle egal ist!
wink