Drucken

wollhandkrabbe-lifeMeeresangeln und Grundangeln im Brackwasser ist mit Butterkrebsen – das sind Wollhandkrabben die sich gerade gehäutet haben - sehr erfolgreich. Viele Angler wissen jedoch nicht, wo es sie gibt oder wie man mit ihnen umgeht.

Wollhandkrabben werfen regelmäßig ihre Schale ab, um weiter wachsen zu können. Haben Sie ihren Panzer verloren, ist ihr zarter, butterweicher Körper, völlig schutzlos; man nennt dies

das „Butterkrebsstadium“.
Butterkrebse sind eine Delikatesse für fast jeden Fisch!

 

Diese weichen Krebse werden in manchen Regionen auch als „Mieterkrebse“ bezeichnet. Angler, die wissen, wie man sie sammelt und wie man mit ihnen angelt, werden reich belohnt.

Das Geheimnis der Butterkrebse liegt in ihrem kräftig duftenden Saft, dem die Fische nicht widerstehen können. Sie beißen auf diesen Köder, als wenn sie süchtig wären.

In einigen Gegenden der Bundesrepublik kann man Butterkrebse von privaten Sammlern kaufen. Meist weisen Schilder an der Straße auf solche Verkaufsstellen hin.

krebsfleisch-extrem-schnell-verderblichwie-erkennt-man-butterkrabbenSobald im Frühling die Wassertemperaturen zu steigen beginnen, fangen auch die Krabben an sich zu schälen. Wer den genauen Zeitpunkt wissen möchte, sollte sich mit einem Reusen stellenden Fischer anfreunden, die erfahren den genauen Zeitpunkt anhand der in den Reusen gefangenen Krabben. Auch verwenden sie häufig zerstoßene Krabben als Lockköder für Aale.

Im Bereich großer Flussmündungen und an der Ostsee können sich Krabben ganzjährig schälen.

Normaler Weise reißt die alte Schale im Laufe einiger Wochen auf und die Butterkrabbe verlässt sie schließlich. Solange sich der neue Panzer noch nicht vollständig ausgebildet hat, ist das Tier äußerst verletzlich und muss sich verstecken. Ist der neue Panzer erst einmal hart geworden, ist die Krabbe als Köder unbrauchbar.

Bis die neue Schale ausgehärtet ist, verstecken sich die Krabben zwischen Tang, kleinen Höhlen oder unter Steinen. Besonders lieben sie den tiefen dicken Schlamm vor Flussmündungen und an flachen Flussufern.
In den großen deutschen Flüssen kommen sie massenhaft vor und ärgern die Aal- und Zanderangler, weil sie ihnen die Köder vom Haken fressen oder mit ihren Scheren die Vorfächer durchschneiden.

butterkrabben-falleButterkrebse fangen
Es ist recht zeitraubend, Butterkrebse in ihren natürlichen Verstecken aufzuspüren. Einfacher ist es, sie in einer Blechdose zu fangen (ACHTUNG Tipbox beachten), die man an einer Schnur ins Wasser gelassen hat. Man bewahrt die Krabben in feuchtem Zeitungspapier, Sackleinen oder Tang auf. So bleiben sie bis zu drei Wochen frisch.

Viele Angler frieren die Krebse ein, um einen Ködervorrat zu haben. Dafür eigenen sich jedoch nur lebend gefangene Krabben, die kurz vor dem Schälen stehen oder bereits im Butterstadium sind. Alle anderen sind als Köder unbrauchbar.
Bevor man mit dem Einfrieren beginnt, sollte man ein Metalltablett in die Gefriertruhe legen. Darauf gefrieren die Krabben schneller und zersetzen sich nicht so leicht.

Ködervorrat anlegen
Man tötet die Krabben durch einen Stich in den Kopf. Dann entfernt man die Beine, die Schale (einschließlich der kleinen Bruchstücke) und die Kiemen, wäscht die Krabbe unter fließendem Wasser, wickelt sie einzeln in Alufolie und friert sie sofort ein.
Die gefrorenen Krebse nimmt man am besten in einer Thermoskanne mit breitem Hals, oder einem anderen Thermobehälter zum Angeln mit.
Aufgetaute Butterkrebse sind oft weicher als frische und eignen sich besonders gut als Köder.

Verwendet man frische, lebende Butterkrebse, darf man sie erst unmittelbar vor dem Anködern töten, denn die wärmenden Sonnenstrahlen verderben das Fleisch sehr schnell!!

Vor dem Anködern muss die gesamte Schale entfernt werden.butterkrabben-richtig-lagern