Feeder-Angler (Grafik: Manfred Siedler)ACHTUNG! In den geschlossenen Gewässern des ASV Hamburg ist das Anfüttern verboten. Ebenso in vielen anderen Gewäsern – bitte VORHER erkundigen!

Das Angeln mit der Futterkorb- (Feeder-) rute ist zu Recht eine beliebte Angelmethode, da hiermit viele einheimische Fischarten erfolgreich beangelt werden können.

Die entscheidenden Vorteile sind:

- die Lage des Köders in unmittelbarer Nähe des Futters,

- die zuverlässige Anzeige zaghafter Bisse und

- die Möglichkeit, auch in größerer Distanz einen Futterplatz anlegen und exakt den Köder dort präsentieren zu können.

Je nach zu beangelndem Gewässer und beangelter Fischart unterscheidet man in leichtes (light), mittleres (medium) und schweres (heavy) Feederangeln. Feederruten sind meist mit 2- 3 verschieden starken Spitzen ausgestattet, die es ermöglichen, sich den Bedingungen, wie Gewicht des Futterkorbes sowie Wind- und Strömungsverhältnissen, optimal anzupassen.

 

Die leichteste Form des Feederangelns ist das Angeln mit dem Winkelpicker, wobei hier jedoch nur sehr leichte Futterkörbe verwendet werden können. Eine deutlich bessere Wahl ist eine leichte Feederrute, oft auch als "Quiver Feeder" angeboten. Mit dieser lassen sich Gewichte von 5g - ca. 60g werfen.
Die Rolle sollte etwa 100m 0,20er Schnur fassen und mit einer monofilen Schnur von 0,16-0,20mm bespult sein. Das Vorfach wird etwa 0,05 mm dünner gewählt.

 

Das Haupteinsatzgebiet ist das Angel auf Weißfische in kleineren stehenden und langsam fließenden Gewässern. Mittlere Feederruten mit einem Wurfgewicht von ca. 20g - 80g haben ein breites Einsatzgebiet. Die Schurstärke sollte hierbei etwa 0,20-0,25mm betragen und die Rolle ein Fassungsvermögen von etwa 150m haben.

Heavy-Feederruten haben Wurfgewichte bis über 200g! Mit Ihnen wird vorzugsweise in der Strömung großer Flüsse (z.B. auf Barben), an großen Seen (auf Karpfen und kapitale Brassen) und am Meer (Brandungsangel) geangelt. Rollen mit einem Fassungvermögen von etwa 200m 0,35er Schnur und Schnurstärken von 0,30-0,40mm sind hier angebracht.

Beim mittleren und schweren Feederangeln finden zunehmen geflochtene Schnüre Verwendung, da diese kaum Dehnung und höhere Tragkräfte haben. Dadurch wird auch auf große Entfernung jeder Zupfer angezeigt und es kann mit dünnerer Schnur geangelt werden.

Wird mit dünner monofiler Schnur und schwerem Futterkorb geangelt, empfiehlt sich die Verwendung eines Schock-Absorber-Gummis, damit der Futterkorb beim Auswerfen nicht abreißt.

Im Gegensatz zum herkömmlichen Ansitzangeln, wird die Feederute im stumpfen bis rechten Winkel zur Einwurfstelle, auf zwei Rutenhaltern abgelegt. Eine Ausnahme bildet lediglich das Feederangeln in starker Strömung (Fluss oder Brandung). Hier wird die Rute in Wurfrichtung steil aufgestellt, um möglichst viel Schnur dem Strömungsdruck zu entziehen. Die Schnur wird gespannt bis die Zitterspitze leicht gekrümmt ist. Die Bisserkennung erfolgt über die Zitterspitze.

Einige  Futterkörbe / -spiralen und deren Verwendung:

futterkorb1 Geschlossener Futterkorb
wird mit Maden oder kleinen Mistwürmern gefüllt, zum Aal- und Zanderangeln mit Fischstücken
futterkorb2 Offener Draht-Futterkorb
Allroundfutterkorb, wird mit Fertigfutter gefüllt, Partikel oder Lebendfutter können beigemischt sein.
futterkorb3 Offener Weitwurf-Draht-Futterkorb
für besonders weite und zielgenaue Würfe, Füllung wie vorher
futterspirale1 Futterspirale mit Wirbel
zur seitlichen Montage am Anti-Tangle-Rohr oder direkt auf der Hauptschnur, Füllung mit stark riechendem, festem Futter, z.B. Teig
futterspirale2

Durchlauf-Futterspirale mit Blei
wird wie ein Grundblei auf die Hauptschnur gezogen, ermöglicht weite, zielgenaue Würfe, Füllung wie vorher.

Futterspiralen können auch herkömmlich an einer Grundrute gefischt werden!

 

Und hier noch einige Praxis-Tipps:

- beim Beginn des Angelns in stehenden Gewässern, eine Futterspur legen, das heißt, den Futterplatz anwerfen und   dann nach ca. 1 Minute langsam wieder einholen, stoßen Fische auf diese Spur, werden sie direkt zum Futterplatz   geführt

- möglichst immer dieselbe Stelle anwerfen, damit das Futter nicht zu weit verstreut wird

- das Futter sollte so beschaffen sein, das der Futterkorb nach 5-10Minuten leer ist (im stehenden Gewässer das   Futter etwas weniger feucht einrühren als im Fließgewässer)

- um Verwicklungen von Hauptschnur und Vorfach entgegenzuwirken, sollten Anti-Tangle Rohre verwendet werden

- sind die Fische bereits am Futterplatz, einen kleineren Futterkorb verwenden, damit die Fische nicht überfüttert   werden

- bei Verwendung von Futterspiralen hat sich folgende Kombination bewährt - in der Mitte fester, stark riechender   Teig (für eine lange Lockwirkung), außen herum, nicht zu festes Fertigfutter (für die Bildung einer Futterwolke)

- bei der Verwendung einer Feederrute mit Zitterspitze, ist die Rute im stumpfen Winkel bis 90° zur Einwurfstelle   abzulegen

- die Schnur wird so gegen das Gewicht des Futterkorbes gespannt, dass die Spitze leicht gekrümmt ist

- ein recht preiswertes Futter kann man sich aus Paniermehl, Kleie, Stärke und Aromastoffen herstellen.

 

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