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Es gibt kaum etwas Spannenderes, als eine leuchtend bunte Posenspitze, die plötzlich abtaucht. Besonders, wenn man von Anfang an die richtige Ausrüstung zum Posenfischen hat.

Ein guter Angelgeräte-Händler wird sich immer die Zeit nehmen, beim Aussuchen der passenden Ausrüstung zu helfen. Ebenso wird er mit Sicherheit sagen können, an welchem Gewässer im Umkreis sich wo die besten Angelplätze befinden. Nur Eines wird er bestimmt nicht tun: Das in Klarsichtfolie verschweißte „Anfänger-Set“ verkaufen. So ein Set ist in 99% aller Fälle völlig unbrauchbar und somit weggeworfenes Geld. Welcher Händler die beste und fairste Beratung bietet, das erfährt man am besten in einem ansässigen Angelverein oder am Wasser.

 

posenausruestungDie Ausrüstung zum Posenfischen auf Weißfische

1. Eine dreiteilige Matchrute von 3,60 – 3,90 m

2. Eine Stationärrolle

3. Schnur: 100 m monofile Schnur mit einer Tragkraft von 1,5 – 2,0 kg (ca 0,20er)

4. Posen: Zwei Posen, einen mittelgroßen, stielförmigen Waggler für das Stillwasser und einen Waggler mit Schwimmkörper für Fließwasser.
Beide Posen sollten mittelgroß sein und eine rote Spitze haben

5. Blei: Am besten ist ein Bleispender mit sortierten Schroten.

6. Haken: zwei Päckchen fertig gebundener Haken der Größen 18 an 10er Schnur und 16 an 12er Schnur

7. Lotblei: Zum ausloten der Wassertiefe am Angelplatz.

8. Hakenlöser: Hierfür eignet sich am besten eine Aterienklmme, die man in der Apotheke oder beim Angelgerätehändler bekommt.

9. Kescher: Der Unterfangkescher sollte mindestens 60 cm breit sein und ein tiefes, knotenloses Netz, sowie einen Stiel von mindestens 2 m Länge haben.

10. Rutenhalter: 2 Rutenhalter mit einem stabilen Erdspeer und einer Gabelförmigen Rutenauflage.

11. Köder: Zum Fischen verwendet man Fliegenmaden, süßen Mais oder durchgeknetetes Toastbrot.

 

matchruteDie Wahl der Rute
Eine normale Match-Rute hat eine Länge von 3,60 m bzw. 3,90 m. Da diese Angelmethode aus England - dem Mutterland der Angelei - kommt (wie schon der englische Name verrät) werden die Rutenlängen oft in Fuß angegeben (ein Fuß abgekürzt ft. sind ca. 30 cm).

 

Mit kürzeren Ruten kann man das Gerät nicht so gut kontrollieren und auch nicht so gut werfen. Die Rute sollte mindestens 12 so genannte „Spinnbeinringe“ haben, damit die Schnur sauber geführt wird und nicht am Rutenkörper (dem so genannten „Blank“) klebt.

 

Schon beim Kauf der Rute sollte man darauf achten, dass die Rutenringe auch wirklich genau in einer Flucht sitzen und nicht etwa seitlich versetzt sind.
Matchruten sind stets Steckruten. Zwar kann man auch eine Teleskoprute verwenden, sie eignet sich aber für diese Angelart nicht so gut, da sie nicht über genügend Schnurlaufringe verfügen und die nasse Schnur deshalb oft am Blank kleben bleibt.

 

Vor dem Kauf baut man die Rute zusammen. Sie muss gut ausbalanciert sein, wenn man den Griff am Unterarm hat. Wie gut die Steckverbindungen passen, läßt sich testen, indem man die Rutenspitze ein wenig wedeln läßt. Dabei darf die Rute nicht „klappern“ – was heißen soll, die einzelnen Teile dürfen sich in den Steckverbindungen nicht bewegen, was sich in einem Schlagen in der Rute bemerkbar machen würde.

 

Einen weiteren Test kann man durchführen, wenn man den Gerätehändler bittet die Rutenspitze festzuhalten. Nun zieht man die Rute hoch und achtet dabei – nein, nicht darauf wie viel Kraft in der Rute steckt, wie die Händler einem oft weißmachen möchten – sondern vielmehr darauf, ob sich die Rute wirklich in einem gleichmäßigen Bogen von der Spitze bis ins Mittelteil durchbiegt oder ob sich in der Biegekurve vielleicht die eine oder andere „Stufe“ finden lässt, die den Bogen unterbricht.

 

Sollten sich „Stufen“ im Bogen befinden – also Strecken, wo die Biegung nicht mehr gleichmäßig verläuft, kaufen Sie diese Rute nicht, denn oft brechen diese Ruten im Drill oberhalb eines solchen Produktionsfehlers ab.