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rotaugenbubRotaugen oder auch Plötzen genannt, sind beliebte Fische. Sie lassen sich mit den unterschiedlichsten Methoden fangen – dem Waggler, der Zitter- und der Schwingspitze, der Laufpose und auch mit der leichten Grundangel.

Können Sie sich noch an Ihren allerersten Fisch erinnern? Wenn es kein Barsch war, kann es eigentlich nur ein Rotauge gewesen sein, mit dem für viele Kids das Anglerleben beginnt.

Kleine Rotaugen sind wesentlich leichter zu fangen als ihre großen Artgenossen, aber sie beißen blitzschnell.
Große Rotaugen sind ausgesprochen scheu und es gelingt fast nie, ein Exemplar oberhalb der magischen Zwei-Pfund-Marke zu fangen.

Rotaugen sind mit vielen Techniken zu überlisten, auch schon mit einfachen Geräten, und sie sind in allen Gewässerarten anzutreffen.

Als eher kleiner und kleinmäuliger Vertreter der karpfenartigen Fische ist das Rotauge am besten mit feinstem Gerät zu fangen.

Die Schnur muss dünn genug sein, um die Fische nicht zu verschrecken und dick genug, um einen gehakten Fisch nicht zu verlieren. An stellen, wo man nicht mit Hängern

rechnen muss, ist eine Schnur von 0,45 kg Tragkraft (ca. 0,07 mm) nicht zu dünn.
Wo es starken Pflanzenwuchs und Rotaugen über ein Pfund gibt, sollte man eine Schnur zwischen 0,7 und 0,8 kg Tragkraft wählen.
Dickere Schnüre über 0,9 kg Tragkraft benötigt man nur, wenn auch mit anderen Fischarten wie Karpfen oder Schleien zu rechnen ist.

 

Rotaugen haben etwas gegen Köder, die sich nicht natürlich bewegen. Daher sollte man auf Öhrhaken aus dickem Draht verzichten. Feindrahtige Plättchenhaken sind wesentlich besser geeignet. Sie können sie selber binden, aber sie bekommen sie auch in jedem Angelgeschäft.

madentipUm Rotaugen zu fangen, muss man nicht unbedingt eine leichte Pose verwenden. Man fängt Sie auch mit einem Waggler, der 3- 4 g (2 SSG) trägt. Es kommt nur darauf an, dass die Pose richtig austariert ist und nur noch die Spitze aus dem Wasser hervorschaut, so dass sich dem Fisch möglichst wenig Widerstand entgegensetzt.

Es gibt Tage, da ist das Angeln auf Rotaugen mit der Zitter- oder Schwingspitze einfach unschlagbar. Eine Schwingspitze, die mit einem weichen Gummischlauch befestigt ist, reagiert besonders empfindlich und der Anhieb ist leichter.

Die besten Köder
Rotaugen fressen zwar alles, aber es gibt einige Köder, die sich besonders gut bewährt haben.

Brot:
Auf Krume, Paste oder Würfel beißen eher größere Exemplare. Bei Brotrinde als Köder denkt man normalerweise an Karpfen, aber kleinere Stücke, in Ufernähe angeboten, eignen sich hervorragend zum Fang großer Rotaugen.

casterCaster (Abb. Rechts):
Wenn Sie wieder zum Rotaugenangeln gehen, sollten Sie zur Abwechslung einmal Caster nehmen. Rotaugen lieben diese großen, knackigen, goldbraunen Madenpuppen und man fängt meist mehr Fische mit ihnen als mit Maden.

Hanfsamen:
Sie haben ein angenehmes, nussartiges Aroma, das für Rotaugen unwiderstehlich ist. Durch regelmäßiges Anfüttern mit nur wenigen Samen erreicht man, dass die Fische regelrecht Schlange stehen, um die einfallenden Körner abzufangen.
Zum Fischen verwendet man ein einzelnes Hanfkorn an einem dünndrahtigen Haken der Größe 16 oder 18. Dazu schiebt man die Hakenbiegung in die Spalte der Samenhülse – keine Angst, das Hanfkorn fällt nur selten ab.

Große mit Hanfsamen gefangene Rotaugen sind von seltener Pracht. Mit ihrem messingfarbenen Schuppenkleid sehen sie fast aus, als gehörten sie einer anderen Art an. Mit Hanf bekommt man oft schnelle Bisse und wenn die Fische richtig aufgebracht sind, ist der Anschlag kein Problem.

Wickensamen:
Sie werden als Taubenfutter in Tierhandlungen angeboten. Unter Anglern wird Wicke oft als Geheimtipp gehandelt. Man kocht die Samen so weich, bis sie sich gut anködern lassen, ohne auseinanderzufallen.
Sie sind ein ausgezeichneter Rotaugenköder, wenn man beim Fischen mit etwas Hanf anfüttert. Hanf und Wickensamen setzt man am besten im Sommer und Herbst ein.
Manchem wird dieser Köder zu Anfang etwas fremd vorkommen, aber hat man damit erst einmal gute Erfahrungen
gemacht, wird man kaum noch auf ihn verzichten.

Mais: anschleichtipp
Ein Köder, an den sich die Fische gewöhnen müssen. Sind die Rotaugen aber richtig auf den Geschmack gekommen, kann man mit einigen großen Fängen rechnen. Anders als Hanf- und Wickensamen, die man gezielt auf Rotaugen einsetzen kann, interessieren sich auch andere Fischarten für Mais. Dieser Vorteil kann dem Angler auch mal eine Schleie, einen Karpfen oder eine große Brasse bescheren.


Reviere und Taktiken:
So etwas wie ein „Rotaugenreviere“ oder „Rotaugentaktik“ gibt es nicht – gerade aber das macht den Reiz dieses Allroundfisches aus.

Flüsse:
Bei mittlerer und schneller Strömung bietet sich die Verwendung von Stickpose oder Waggler an. Wer gute Rotaugenfänge mit der Stickpose macht, zeigt, dass er auf dem besten Weg ist, diese Angelmethode zu beherrschen.

Stehende Gewässer:
Hier kann man Rotaugen mit einem Waggler schon beim absinken des Köders und im tieferen Wasser mit der Laufpose fangen. Mit einer langen Stipprute läßt sich der Köder optimal anbieten.
Mit der Grundangel hat man im Winter oft Erfolg, wenn das Angeln mit der Pose nichts gebracht hat.

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